Warum Kritik sich wie ein Angriff anfühlt – selbst wenn sie keiner ist
- Andrea

- 15. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Jan.
Jemand sagt:
„Das hätte besser sein können.“
Sachlich.
Kurz.
Neutral.
Und trotzdem zieht sich innerlich etwas zusammen.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf sucht nach Worten.
Noch bevor du richtig nachdenken kannst, bist du innerlich schon unter Druck.
Wenn Kritik nicht die Sache trifft, sondern dich selbst
In diesem Moment geht es oft nicht mehr um das Gesagte.
Nicht um Inhalt.
Nicht um Verbesserung.
Nicht um Information.
Sondern um Gedanken wie:
„Ich bin nicht richtig.“
„Ich habe etwas falsch gemacht.“
„Ich muss das erklären.“
Kritik wird nicht als Hinweis erlebt sondern als Aussage über dich.
Nicht bewusst.
Nicht absichtlich.
Sondern automatisch.
Warum diese Reaktion so schnell und automatisch passiert
Für viele Menschen ist Kritik innerlich mit etwas verknüpft, das viel älter ist als der aktuelle Moment.
Frühere Erfahrungen, in denen Kritik nicht neutral war, sondern verbunden mit:
Beschämung.
Ablehnung.
Liebesentzug.
Dem Gefühl, nicht zu genügen.
Das Innere hat gelernt:
Kritik bedeutet Gefahr.
Diese Erfahrung wirkt weiter.
Nicht als Gedanke sondern als Reaktion.
Wenn automatische Schutzreaktionen anspringen
Deshalb passiert in solchen Momenten oft eines von drei Dingen:
Du erklärst dich.
Du rechtfertigst dich.
Oder du ziehst dich innerlich zurück.
Manche gehen auch in Gegenangriff.
Nicht, weil sie das wollen. Sondern auch das geschieht automatisch.
Der Verstand kommt erst später dazu.
Er weiß oft:
„So war das nicht gemeint.“
„Das war sachlich.“
„Eigentlich ist das kein Problem.“
Aber das Gefühl und die innere Reaktion war einfach schneller.
Warum andere scheinbar „drüber stehen“
Es gibt Menschen, die hören dieselbe Kritik und bleiben ruhig.
Nicht, weil sie alles hinnehmen. Sondern weil es sie innerlich nicht trifft.
Der Unterschied liegt nicht im Außen.
Sondern darin, ob Kritik im Inneren an den eigenen Wert andockt oder einfach eine Information bleibt.
Die eigentliche Erkenntnis
Kritik trifft selten wegen ihres Inhalts.
Sie trifft, wenn sie alte innere Annahmen berührt und automatische Schutzmechanismen aktiviert.
Das ist keine Schwäche. Das ist menschlich.
Was sich verändert, wenn diese "innere Verknüpfung" gelöst ist
Wenn diese alte Reaktion nicht mehr anspringt, verändert sich das Erleben ganz von selbst.
Kritik darf dann wieder das sein, was sie ist:
ein Hinweis.
eine Meinung.
oder etwas, das man stehen lassen kann.
Ohne inneren Alarm. Ohne Rechtfertigung. Ohne Rückzug.
Zwei häufige Fragen
Warum trifft mich Kritik so persönlich?
Weil sie unbewusst alte innere Annahmen berührt – nicht, weil du zu sensibel bist.
Warum reicht Verstehen nicht aus?
Weil diese Reaktion nicht im Denken entsteht, sondern dort, wo Verhalten automatisch gesteuert wird.
Einladung
Wenn du merkst, dass Kritik dich innerlich stärker trifft, als du möchtest,
dann liegt die Ursache nicht im Außen.
Sondern dort, wo diese Reaktion entsteht.
Wenn du magst, schauen wir uns das gemeinsam an.
Ruhig. Klar. Ohne Druck.
Ich freue mich sehr dich kennenzulernen.
Bis dahin
Herzensgrüße
Andrea
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